Therapeutisches Wandern in der Gruppe

 

Therapeutisches Wandern verbindet den Erfahrungsraum Natur mit körperorientierten Interventionen und setzt diese intensive Erfahrung in bewussten Kontrast zu den Gewohnheiten des Alltäglichen. In unbekannter Umgebung, mit Abstand zum alltäglichen Leben, können  wir leichter zur Ruhe kommen und sind mehr im Kontakt mit uns selbst.

 

Die verschiedenen Themen-Seminare des Therapeutischen Wanderns ermöglichen individuell fehlende Ressourcen neu aufzubauen und zu stabilisieren mit dem Ziel, die Selbstregulierungsfähigkeit des Nervensystems zu unterstützen und auszubauen.

Die dabei vermittelten Werkzeuge ermöglichen es den Teilnehmern die Mechanismen der Stressreaktion im Körper zu verstehen und die mitunter sehr hohen Ladungen von Stressenergie in kleinen Schritten abzubauen.

In der Gruppenarbeit gilt die Aufmerksamkeit nicht so sehr den zu Grunde liegenden Ereignissen, sondern vielmehr den Lösungen. Es ist hier weniger wichtig, warum ich nicht zur Ruhe komme oder in manchen Bereichen keine Grenzen setzen kann, sondern es geht darum diese Fähigkeiten wieder zu entwickeln oder auszubauen.

Durch erfahrungsorientiertes Lernen vor allem in der Natur bauen sich innere neue Erfahrungen auf, die dem Nervensystem helfen Stress langsam abzubauen und die dadurch entstandenen körperlichen und psychischen Symptome aufzulösen.

Die Teilnehmer lernen in der Natur über die Außenwahrnehmung oft leichter eine angenehmere Selbstwahrnehmung herzustellen.

 

Die Wanderungen sind immer von einem erfahrenen Wanderführer begleitet, damit meine volle Aufmerksamkeit jederzeit der Gruppe gelten kann. Auch immer mit dabei ist mein Therapiehund Alina. Sie ist sehr feinfühlig und unterstützt die Seminararbeit auf ihre instinktive Weise vor allem in der Arbeit mit Grenzen und im Herstellen von Kontakt.

 

Mitunter arbeite ich auch während des Seminars einzeln. Diese individuelle Arbeit findet immer abseits der Gruppe statt.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Teilnehmer untereinander meistens sehr voneinander profitieren. Es entsteht immer eine Gruppendynamik, welche von gegenseitigem Mitgefühl und Verständnis geprägt ist. Die Gruppengröße richtet sich nach den individuellen Themen und ist auf maximal 7 Teilnehmer begrenzt.

 

 

Wandern als Therapie

Schon Ende der 70iger Jahre wurde Wandern als psychotherapeutische Methode im Rahmen von Rehabilitations- Heilverfahren erforscht. Lange Zeit relativ unbeachtet, findet mittlerweile gerade in der Rehabilitation dieser Baustein mehr und mehr Beachtung.

“Durch die Bewegung in der Natur finden zwischen den Gruppenmitgliedern bewusste und unbewusste, verbale und

non-verbale Interaktionen statt, die sich positiv und beschleunigend auf eine Therapie auswirken, sich aber so in einem üblichen Therapieumfeld nie ergeben würden.”

(Quelle: Kurnatur, Expertenbefragung „Natur in der Therapie“, M. Richter, R. Brämer, J. Becker, A.-M.Weber)

Weitere interessante Studien zum Wandern in der Therapie sind auf wanderforschung.de veröffentlicht.

 

 

Themen für Therapeutisches Wandern können sein

 

  • Entscheidungsfindung für private und berufliche Situationen
  • immer wiederkehrende Konflikte
  • Frustration
  • Zielfindung
  • bei Abgrenzungsproblemen
  • Bewusstwerden eigener Bedürfnisse
  • Ängste
  • Selbstzweifel
  • Aggression
  • immer wiederkehrende Muster
  • alle stressbedingten Erkrankungen
  • Stressbewältigung
  • partnerschaftliche, berufliche Konflikte
  • Übergriffe in Beziehungen
  • Schocktraumata durch Unfälle u.ä.
  • Bindungsstörungen und Bindungstrauma

Auf Anfrage biete ich Therapeutisches Wandern auch für Einzelpersonen an.